Mac OS X Lion

Mac OS System goes iPhone

Nannte ich viele Jahre einen Palm mein eigen, so war ich doch nach dem Umstieg auf das iPhone sehr froh darüber, mich nicht ständig mit irgendwelchen Installationen herumärgern zu müssen, die dazu führten, dass danach irgend etwas Anderes nicht mehr lief. Die Geschlossenheit eines Systems bei einem Mobil-Telefon halte ich auch nach wie vor für sinnvoll und mein iPhone wird nicht durch einen jailbreak erweitert. Die eine oder andere Funktion vermisse ich zwar noch, aber ich lebe ansonsten ganz gut damit. Das iOS System von iPhone und iPad wird ständig erweitert und läuft mit jeder Version runder, trotz eines ständigen enormen Zuwachses an Funktionen.

Leider ist in meinen Augen beim Mac Betriebsystem eine genau gegenteilige Entwicklung erkennbar. Apple beschneidet, vor allem im Profi Bereich, immer mehr und mehr Funktionen. Apples Software wird zwar immer günstiger, leider wird sie aber auch immer mehr zurecht gestutzt. Die neuen Funktionen, die Lion mitbringt, zielen immer mehr auf den breiten Konsummarkt. Das muss nicht verkehrt sein, nur sollte Apple nicht vergessen, dass es insbesondere die Profis sind, die das Image einer Firma pflegen.

Die einfache Handhabung des iPhones möchte ich nicht missen, von einem Computer erwarte ich aber mehr als von einem Smartphone. Hier sollte Apple achtgeben, dass sich beide Systeme nicht zu sehr vermischen!

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Wieder Kinderkrankheiten

Snow Leopard läuft herrlich rund. Das tut Lion leider derzeit noch nicht. Es gibt, wie in jedem aktuellen System Bugs, die erst einmal wieder ausgemerzt werden müssen. Die von vielen Anwendern beklagten langen System- Startzeiten konnten wir leider schon selber feststellen. Und stellenweise helfen alle Tricks und Workarounds nicht dagegen.

Lion Server
Günstig ist nicht immer gut

Im Vergleich zum Snow Leopard Server kostet die Lion Server Software zwar weniger als ein zehntel, aber leider sind auch viele Funktionen beschnitten worden. Der FTP Server lässt sich jetzt z.B. nur noch über das Terminal aktivieren und pflegen, was besonders bei ständig wechselnden Benutzern ganz schön lästig sein kann. Und leider haben sich auch hier diverse Fehler eingeschlichen, wie z.B. bei den Gruppen- und Benutzerrechten. Wer also einen Server mit 10.6 hat, sollte erst einmal bei diesem bleiben und mit dem Update warten.

00-macaktuelles_523x523-AProfis ade?  XServe

Mit der Begründung zu niedrigeren Verkaufszahlen nahm Apple den XServe aus dem Programm. Ein Gerät, das einmal eingerichtet, über Jahre hinweg zuverlässig seinen Dienst verrichtete. Vermutlich zu zuverlässig, so dass die Verkaufszahlen eben nicht ausreichten, um es im Verkaufssegment zu halten. Xserves sind einfach nicht kaputt zu kriegen und laufen und laufen. Ein herber Verlust für alle Unternehmen, die Server basiert arbeiten.

 

 

 

00-macaktuelles_523x523-BVideo. Ein X für ein U

Aus Apples FinalCut Pro Studio Suite wurde die Version FinalCut Pro X. Manche nennen es auch einfach iMovie Pro, denn es ähnelt diesem deutlich mehr als der Vorversion FinalCut Pro 7. Dies trifft die Video Editing- Branche hart, hatten doch viele Profi-Unternehmen ihre Schnittsysteme auf Apple umgestellt. DennFinalCut Pro war mittlerweile ein Standard in der Video Editing-Branche geworden und hatte es möglich gemacht, mit einem Mac Pro einen kompletten Video-Schnittplatz zu ersetzen. Viele Video Cutter wurden umgeschult und in Studios wurde Hard- und Software umgestellt. Das dürfen diese Firmen jetzt erneut tun, denn dem neuen FinalCut Pro X fehlen leider viele der dringend benötigten Profi-Funktionen.

 

Lion oder Quo Vadis Apple?
Sind Profis als Kunden noch erwünscht?

Lion ist sicher noch nicht ausgereift mit der Version 10.7.3 und so bleibt die Hoffnung, das Bugs wie immer beseitigt werden, und hoffentlich auch die ein oder andere fehlende Funktion nachgereicht wird. Bei FinalCut Pro X ist der XML Import inzwischen möglich (z.B. mit dem Tool 7toX) und auch die Multicam-Unterstützung geht jetzt nach dem Update auf 10.0.3 wieder. Aber die Tendenz Apples, sich mehr und mehr vom Profi-Markt abzuwenden hin zum Smartphone-Entertainment-Bereich, verunsichert die Profis. Hoffentlich kann Apple beiden Sparten in Zukunft gerecht werden.

 

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